Schulze

In der Mittelmark während des Feudalismus rechtlich besser gestellter und mit mehreren nicht abgabepflichtigen, so genannten Freihufen ausgestatteter Bauer, der verpflichtet war der Dorfherrschaft ein Pferd zu stellen, für die pünktliche Entrichtung der Abgaben aller Dorfbewohner zu sorgen und innerhalb der Dorfgemeinschaft auftretende Schwierigkeiten zu schlichten. Es ist zu unterscheiden zwischen Lehnschulzen, die häufig anstelle eines Adelssitzes im Ort existierten, und Setzschulzen, die durch die Dorfherrschaft in ihr amt eingeführt wurden.
Quelle:
Die Dörfer in Berlin
Hans-Joachim Rach