Amt

In der Mittelmark seit dem Ende des 15. Jahrhundert üblich werdende Bezeichnung für den Verwaltungssitz landesherrschaftlicher Territorien, übte bis 1849 größtenteils auch die Patrimonialjustiz und bis 1872 die Polizeigewalt in den zugehörigen Dörfern aus. Häufig konnten in den außerhalb der Amtssitze errichteten Amtsvorwerken die Dienste geleistet und die Abgaben entrichtet werden. Seit 1872 wurden die Landkreise in Amtsbezirke unterteilt, in denen zumeist mehrere, nahe bei einanderliegende Gemeinde- und Gutsbezirke zusammengefasst wurden. Ihnen stand der Amtsvorsteher vor, der im Auftrag des Staates die örtliche Polizeigewalt ausübte.
Quelle:
Die Dörfer in Berlin
Hans-Joachim Rach