vor 140 Jahren am 28.08.1882

Glasermeister Herpel erhält den Auftrag für die öffentliche Beleuchtung in Weißensee



Die Gemeindeverwaltung Neuweißensee überträgt dem Glasermeister Karl Herpel das öffentliche Beleuchtungswesen mit allen dazu gehörigen Pflichten. Er erhält dafür jährlich 700 Mark Entschädigung und muß dafür sorgen, daß die Laternenscheiben vollständig klar sind, Petroleum bester, Marke (Standard Withe) verwendet wird und alle Laternen 30 Minuten nach kalendermäßigem Sonnenuntergang aufgesteckt sind, aber nur im letzten Mondscheindrittel oder auf Weisung des Gemeindevorstehers. Ausgelöscht werden die Laternen nicht vor 11 Uhr abends. Vor der Verpachtung an Glasermeister Herpe1 besorgten mehrere Nachtwächter die Beleuchtung. Sie waren ohne Uniform und im Winter mit Pelz als Laternenanzünder tätig. Jeder erhielt 100 Mark Entschädigung im Jahr. Ab 1884 überträgt die Gemeinde Herrn Hinzinger, ab 1887 Herrn Wabe die Beleuchtung: 1886 brennen 116, Laternen mit Petroleum in Neuweißensee. davon einige als Nachtlicht bis gegen zwei Uhr morgens. Ab 1889 beginnt die Umstellung auf Stadtgas.

Glasermeister Herpel erhält den Auftrag für die öffentliche Beleuchtung in Weißensee