vor 258 Jahren am 06.10.1760

Der siebenjährige Krieg hinterläßt seine Spur in Weißensee



Der siebenjährige Krieg (1756 - 1763) trifft Weißensee. Russische Kosaken und österreichische Soldaten plündern das Dorf. Pfarrer Johannes Samuel Schultze berichtet darüber im Weißenseer Kirchenbbuch:

"Als ich etwa gegen 3 Uhr Nachmittags die Nachricht erhalten, daß die Russen in großer Menge auf die Weißenseer Gränze ankommen, so wurde ich hierdurch dermaßen in furcht versetzt und ließ auf der Pfarren zurück alle meine Habseligkeiten. Der Herr mei Gott sei herztlicht gelobet, welcher Alles so dirigiret das der Seiten nach Heinersdorff zu meiner Ritirade im Dorfe herein kommen und ich ihnen also glücklich entronnen warn.

Den 11. Tag allerserst kam ich mit einigen Einwohnern zurück und fand alles geraubet, zerschlagen, aufgebrochen und gäntzlich ruiniret. Auch die Kirche wurde von der Invasion nicht verschonet. Altartuch, Leuchter, Lichter geraubet. In der Gruft und in den Begräniß der hochadligen Herrschafft zugehörig haben die Feinde die Särge nicht ruhig stehen lassen. Summe, alles war in der größten Confusion."


Der siebenjährige Krieg hinterläßt seine Spur in Weißensee