vor 212 Jahren am 25.10.1806

Französische Soldaten plündern Weißensee



Pfarrer Jobst schreibt in das Weißenseer Kirchenbuch:

"Die Franzosen haben das alte Pfarrhaus nebst Schulhaus abgebrannt. Später sind kümmerlich zwei Drittel des alten Pfarrhauses wieder aufgebaut. Der wirtschafts- oder Pächterhof, darauf die Scheuen und ställe von französischen Truppen auch eingeäschert worden. Das Pfarrhaus ganz ruinniret und hat Prediger Jobst nach Berlin ziehen müssen und von da seit November 1806 sein Amt hier verwaltet. Auch die Kirche ist demolieret.

Die Franzosen nehmen von den Höfen auch die Pferde und Wagen mit, sie treiben das Vieh weg. Die Ausplünderung des Dorfes zieh sich mehrere Tage hin. Die französischen Soldaten kommen im Gefolge der Doppelschlacht bei Jena und Auerstädt am 14. Oktober 1806, als die preußische Hauptarmee vernichtend geschlagen wird, in die Mark Brandenburg. Am 24. Oktober rücken Franzosen unter Befehl des Generals Davout in Berlin ein und plündern die Umgebung. am 25. beginnen die Plünderungen in Weißensee.


Französische Soldaten plündern Weißensee