vor 141 Jahren am 19.01.1877

Die Vorbereitungen für die Errichtung einer Telegraphenstation in Weißensee beginnen



Die Vorbereitungen für die Errichtung einer Telegraphenstation in Weißensee beginnen. Die Gemeindeversammlung unter dem Stab des Gemeindevorsitzenden und Schmiedemeisters Gustav Schultze berät an diesem 19. Januar 1877 über einen schon 1876 eingegangenen Antrag des Telegraphen-Inspectors Heite von der Oberpostdirektion Berlin, wonach die Gemeinde an das Telegraphennetz angeschlossen werden soll. Heite beantragt auch Zuschüsse für 90 Telegraphenstangen. Nach langem Disput kommt die Versammlung überein, sich mit 150 Mark zu beteiligen. Heinrich Feldtmann, Direktor der - Weißensee Aktiengesellschaft und Amtsvorsteher in spe, erklärt angesichts der dörflichen Bedenken, alle übrigen Kosten zu übernehmen. Die Kabelverbindung wird bis Dezember oberirdisch an Masten entlang der König Chaussee und Greifswalder Straße bis zur Berliner Station gelegt. Der erste Standort der Station in Weißensee ist noch nicht genau belegt. Ab 10. Dezember 1877 gehen die ersten Telegraphenmeldungen zwischen Berlin und - Weißensee über das Kabel. Die Gemeindeversammlung beschließt erst am 22. Dezember 1877, die bewilligten 150 Mark für die Telegraphenleitung auszuzahlen. 1880 vereinigt die Postdirektion das Postamt von Weißensee, König Chaussee 13, mit der Telegraphenstation. Die amtliche Bezeichnung lautet Postamt Weißensee bei Berlin. 1893 wird eine weitere Telegraphenstation aufgebaut.

Die Vorbereitungen für die Errichtung einer Telegraphenstation in Weißensee beginnen