
Das Singen ist für jeden Menschen der höchste Ausdruck seiner Gefühle.
So kann er seine Empfindungen wie Frohsinn und Liebe zu jeder Zeit kundtun und sich von Kummer und
Leid ein wenig entledigen. In der heutigen Zeit wird leider viel zu wenig gesungen. Es ist aus der
Mode gekommen, zusammen zu sitzen und ein Lied anzustimmen. Für Geselligkeit konsumiert man die Medien.
Warum nutzen wir denn nicht den technischen Fortschritt, um der Tiefe unser Gefühle wieder Ausdruck
zu verleihen? Dafür muss man sich nicht bei „Deutschland sucht den Superstar“ anmelden.
Sich hören, wie man selber klingt, sich sehen, wie man in der Bewegung wirkt –
dafür gibt es mittlerweile immer genauer wiedergebende Aufnahmegeräte. Nur das Empfinden
beim Singen kann noch kein Gerät replizieren.
Im deutschen Schulsystem wird die Leistung des Musikunterrichts
unterschätzt. Das Musikfach wird in den Grundschulen nicht genügend bedacht, in den
Gymnasien als Leistungskurs nur selten angeboten. Zudem lässt der eng gespickte Lehrplan den
Lehrern keinen Raum für kreatives Zusammenarbeiten mit den Schülern. Zudem müssen auch
die wenigen, gut ausgebildeten Lehrkräfte mit ansehen wie an anderen Schulen durch nicht
ausgebildete Ersatzlehrer der Musikunterricht ungenügend bzw. gar nicht stattfindet.
Dabei ist das Singen im Kindesalter von entscheidender Wichtigkeit für eine positiv eingestellte
Persönlichkeitsentwicklung. Übrigens wurde festgestellt, dass Sprösslinge, die von ihren
Vätern Schlaf- und Kinderlieder vorgesungen bekommen, eine engere Bindung zu ihnen aufbauen und
später selbst viel und gerne singen.
Lassen Sie ihre jungen Kinder viel singen! So erlernen sie im späteren Leben einen leichteren
Umgang mit ihren Gefühlen – gerade in einer Zeit, die für Teenager und Eltern am schwierigsten
erscheint.
Nicht zuletzt ist eine schöne Stimme auch Balsam für die Ohren.
Dabei lockt sie dem Zuhörer ebenso wie dem Interpreten die tiefsten Empfindungen hervor und kann
dessen Stimmung schlagartig verändern.
Natürlich ist ein „in die Wiege gelegtes“ Talent von großem Vorteil.
Gepaart mit Leidenschaft zur Musik jeglichen Genres, Lernwillen und einer gehörigen Portion
Darstellungslust ist der Grundstein für eine Gesangskarriere schon gelegt.
Je nach persönlichem Ehrgeiz, der sich entweder für stimmliche Tragfähigkeit,
Brillanz bzw. technische Fertigkeit oder dem schnell erhofften Mammon durch Breitenwirksamkeit entscheidet,
wird die jeweilige Gattung zum Favoriten.
Die Notwendigkeit einer Ausbildung ist unumgänglich. Die Konkurrenz ist groß und meist
ebenso hartnäckig wie der selbige Wunsch nach Anerkennung für sein stimmliches Talent.